Lubin Paris

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Das Haus Lubin blickt auf eine bemerkenswerte Geschichte und Tradition zurück. Es gilt als eine der ältesten Parfummanufakturen Frankreichs.

Im 19. Jahrhundert belieferte der französische Parfumeur Pierre-François Lubin Königshäuser und Kaiserhöfe.

Durch gute Verbindungen zum Adel und Kenntnis der Rezepturen von Marie Antoinettes Rosenwasser blieb er auch nach dem politischen Umbruch im Geschäft. Er beduftete die Bourbonen und Bonapartes ebenso wie Englands George IV. und Russlands Alexander I. und dann rückte die Neue Welt ins Bewusstsein der Europäer. Dort gab es zwar keine Höflinge, aber französische Aristokraten und Gutsherren, die die Kultur ihrer Heimat vermissten. So gründete Lubin schon 1830 Dependancen in New York, St. Louis und New Orleans und seine Erben erarbeiteten in den folgenden Jahrzehnten ein Luxus-Renommee.

 

Die Parfums von Lubin erzählten von Seefahrern und Archäologen, den Schatzsuchern des Kolonialismus und ihren Funden. Harze, Öle, Wurzeln, Blüten aus fernen Ländern. In den 1930er Jahren entwickelten sich die Hollywood-Stars zu den Kolonialherren eines amerikanischen Lebensstils. Die Firma Lubin reagierte 1937 mit dem eleganten, seifenreinen Damenduft Nuit de Longchamp, der sich unter den wohlhabenden Amerikanerinnen bestens verkaufte. Das spritzige Gin Fizz, 1955 sicherlich nicht ohne ökonomische Hintergedanken Grace Kelly gewidmet, wurde ein Riesenerfolg. In den folgenden Jahrzehnten aber wurde es still um Lubin. Allzu oft wechselten die Besitzer. Man verwaltete das historische Erbe, aber gab sich keine Mühe, es zu modernisieren.